Bierkeller in Franken

Kellerberg Voggendorf

Vor der Erfindung von Kältemaschinen waren die Brauereien auf geeignete, kühle Lagermöglichkeiten angewiesen. Gebraut wurde nur in den Wintermonaten und das Bier mußte bis zur nächsten Brausaison gelagert werden. Dazu bot der Aischgrund ideale Voraussetzungen: Geeignete Sandsteinschichten und viele Weiher, die zur Gewinnung von Eisblöcken dienten. Die Keller wurden meist außerhalb der Ortschaften in den leicht zu bearbeitenden Sandstein gehauen. Zur Beschattung wurden oft noch Laubbäume auf dem Keller gepflanzt. Den Eingang zum Keller bildete oftmals ein "Kellerhäuschen" mit einem massiven Tor, das den wertvollen Inhalt schützte.

Was lag also näher, als in den Sommermonaten das Bier frisch vom Keller auszuschenken? Das führte ab cirka 1830 zu einem regelrechten Kellerboom. Die Keller wurden zu Ausflugszielen ausgebaut. In Scharen strömte die Bevölkerung auf die Keller. 

Einen ursprünglichen fränkischen Keller erkennt man an folgenden Kriterien:

  • Der Keller gehört zu einer Brauerei in der Nähe.
  • Oftmals speziell eingebrautes Kellerbier.
  • Es dürfen auch mitgebrachte Speisen verzehrt werden.
  • Angebot von einfachen regionaltypischen Brotzeiten. Keine aufwändige Küche.
  • Keine Bedienung, Essen und Getränke werden selbst geholt.
  • günstige Preise

Links zu externen Seiten

Link zur Aischgründer Bierstraße
Aischgründer Bierstraße